Freitag, 8. Januar 2010

Neues Jahr - Neues Glück

Seit einer Woche nun schon befinden wir uns im neuen Jahr.
Wie immer eine spannende Angelegenheit.
Da liegt es nun vor uns.
Jungfräulich und fast noch unberührt.
Ach, was gäben wir doch darum, wenn´s wirklich so wäre.
Wenn man denn mit neuen 100 % Kraft sich ins Leben stürzen könnte.
Ohne Altlasten.
Den ersten Januartagen wohnt ja ein ganz besonderer Zauber inne.
Man darf alles zum ersten Mal machen.
Zum ersten Mal aufstehen, das erste Mal essen, Zähne putzen, weinen , lachen und lieben.
Und so versuch ich es auch zu handhaben.
Ich schalte die letzten Tage des alten Jahres aus.
Zum Beispiel auch den 23. Tag des Dezembers.
Als unser Kühlschrank beschloss nicht mehr zu kühlen, sondern zu heizen.
Und die Lebensmittel seit dem auf dem Balkon festgefroren sind und einzig Grindel noch Spass daran hat sie auseinander zu bekommen.
Seit dem versuche ich Janusz zu erwischen.
Wo steckt er bloß?
Wahrscheinlich eingeschneit in Polen, und versucht verzweifelt nach Deutschland zu kommen.
Oder aber er hat intuitiv gespürt, dass noch mehrere Geräte ihren Geist aufgeben werden.
Aus purer Solidarität am Jahresende.
Oder halt als Prüfung zur Weihnachtszeit.
Mein ach so praktischer Laptop mag auch nicht mehr von mir beschrieben
werden.
Er will auch nicht, dass meine Kinder bei SchülerVZ rumsurven und dabei Kakao über seinen empfindlichen Körper schütten.
Das Telefon will nicht mehr offen und neugierig stundenlang die neusten News wer mit wem, warum und warum nicht mehr mit anhören.
Selbst die Küchenuhr blieb am Ende des Jahres verwundert stehen.
Ja da fragt man sich schon, ob das alles seine Richtigkeit hat.
Und woher Janusz das weiß.
Und ob denn noch mehr kaputt gehen wird, und er sich deshalb nicht meldet.
Aber da ich das alte Jahr mit Freuden, Knallern und aus der Hand gezündeten Raketen (jetzt weiß ich auch, warum ich dies seit Jahren meinen Kindern verbiete...) in Paris - direkt unterm Eifelturm - verabschiedet habe, sind für mich diese unwichtigen Gerätschaften halt erst seit ein paar Tagen kaputt.
Und drum ists nur halb so schlimm.
Und es gibt ja noch so viele Dinge, die ich dieses Jahr noch nicht gemacht habe.
Ich war noch nicht im Theater und Kino.
Hab noch keine Spaghetti gegessen.
Hab noch keine Kniestrümpfe getragen, war noch auf keiner Party eingeladen, hab aber trotzdem schon ca 9 Stunden Schlafdefizit angesammelt.
Die Jahreshochrechnung mag ich gar nicht anstellen.

Aber ich war schon in der Renoirausstellung in Paris, bin Metro gefahren.
Hab schon Schnee von Gebüschen gegessen und Pfannkuchen gebacken.
Beim Billard drei Kugeln hintereinander versenkt und schon zwei Mal das Auto vollgetankt.
So viel schon jetzt in den paar Tagen!

Na, da darf man wohl zu Recht äußerst gespannt sein auf die restlichen Tage.

In diesem Sinne: Für alle ein Wunder - volles 2010 !!

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