Meine Schattenfreunde aus Aschaffenburg, Seattle, Wien, Santander, Köln und Berlin mögen sich jetzt amüsiert an unseren gemeinsamen Workshop in Bamberg erinnern.
April 2009
Nach stundenlangem Abtauchen in Schattenspiele hatten wir nur eines:
HUNGER
Und den Wunsch nach:
Durchgehend warmer Küche
Letztendlich haben wir dann hartgebackene bayrische Salzbrezeln mit ein paar Gläsern Schlenkerla runtergespült und uns die trockenen Krümel warm gedacht.
Seitdem habe ich eine besondere Beziehung zu diesen verheißungsvollen Schildern, die liebevoll vor deutschen Gasthäusern hängen.
Durchgehend warme Küche
Manchmal ertapp ich mich dabei, wie ich vollen Bauches mit dem Gedanken spiele hineinzugehen in so ein Restaurant.
Nur so.
Weils so schön ist, ich meine die Möglichkeit, also, durchgehend.
Und wir doch letztendlich alle davon träumen...
Und mein Erstgeborener es auch lebt.
So in echt.
In meiner Küche.
Sei es zum Frühstück um 14.00,
seis zum Glücklichwiederheimkommen um 4.00-
es wird warm gegessen.
Da ist keine Pasta sicher, jedes Ei wird gefunden und sogar Erdnussbutter wird versuchsweise erwärmt.
So als Dipp, oder Soße zur Pasta.
Halt ganz kreativ.
Jamie Oliver läßt grüßen.
Wer räumt eigentlich bei dem hinterher alles wieder weg?
Ja, selbst unser Hund Negrita, genannt Grindel, schwarz, klein, kurzbeinig,
ewig hungrig, da auf Spaniens Strassen aufgewachsen, liebt es warm zu essen.
Obwohl sie draußen, auf hiesigen deutschen Straßen, alles, wirklich alles frisst.
Jede verwaiste Schulbrottüte wird unter parkenden Autos hervorgezerrt.
Kaugummis werden geduldig vom Gehweg geklaubt, Coffee to go- bevorzugt noch lauwarm- wird hingebungsvoll geschlürft.
Ja, sie passt in unsere Familie.
Und zu unserer Vorliebe fürs Warme.
Zu unserer Vorliebe für warmes Essen.
Das man zuvor allerdings erstmal aus dem Kühlschrank holen muß.
Die ganzen Zutaten und so.
Apropos Kühlschrank...
Ich weiß ja nicht wie es in anderen Familien so ist, ich meine mit dem Kühlschrankverhalten.
Unser Kühlschrank wird täglich so ungefähr 549 mal geöffnet.
Allerdings nur ungefähr 500 mal wieder geschlossen.
Warum , weiß ich auch nicht.
An erster Stelle beim Öffnen, Suchen und Finden steht meine Tochter F, 13.
Morgens im Halbschlaf widmet sie sich ihm schon die ersten Male.
Schlaftrunken werden da Marmeladen und Puddings umgeschichtet.
Begutachtet.
Um sie dann angewidert stehen zu lassen.
Dann beim Heimkommen.
Jacke noch an, Telefon aber schon zwischen Ohr und Schulter geklemmt-
hat sie daher wohl ihre Verspannungen-muss sie dringend die wichtigsten News zwischen Verlassen der S 8 und dem Einsteigen in die S 11 mit ihrer Freundin besprechen, die sie gerade erst verlassen hat, aber das wesentliche mangels Zeitnot nicht mitteilen konnte.
In dieser Stimmung also wird der Kühlschrank aufgerissen, zugeknallt, aufgerissen, zugeknallt, aufgerissen, zugeknallt.
Was sucht sie?
Ihr Handy?
Die Voltarensalbe für ihre Verspannungen?
Den Weltfrieden?
Mama, was gibts zu essen?
Doch hoffentlich was Warmes??
Dienstag, 17. November 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen