Mittwoch, 25. November 2009

Nun hängen sie wieder


Seit Wochen- was sage ich- seit Monaten deutet alles darauf hin, dass die Weihnachtszeit unaufhaltsam näher rückt.
Spätestens, als in unserem örtlichen PLUS Ende August die Spekulatius nahe der Kasse aufgebaut wurden, spätestens da hätt ich mich ja mal langsam auf Weihnachten einstimmen können.
So hats mich wieder einmal völlig unvorbereitet erwischt.
Was?
Schon wieder ein Jahr um?
Was schenke ich wem, warum und wieviel?

Ja, und nun hängen sie wieder, die Nikoläuse.

An Häuserfassaden, neben Fenstern, an Regenrinnen.
Die Armen.
Sie sehen so unglücklich aus.
Die meisten der roten Gesellen wurden am Hals aufgehängt.
Sieht weder weihnachtlich, noch einladend aus.
Was wollen die Menschen damit nur zum Ausdruck bringen?
"Lieber Nikolaus-kehre auf keinen Fall bei uns ein, du siehst ja an deinem Kollegen, wo das endet"
"Lass es dir ne Warnung sein"

Das ist doch eigentlich unmissverständlich, und meines Wissens eine in unserer Menschheitsgeschichte häufig praktizierte Abschreckungsmethode,
die ganz klar zum Ausdruck bringt:
Du bist hier nicht erwünscht.

Na ja, bei unseren Nachbarn hängen gleich ne ganze Armee solcher armer Gesellen.
In Plüsch, Aufgeblasene, Beleuchtete, in Begleitung von Rentierschlitten, Elchen und anderen Lichtgestalten. Schneemänner und Schneefrauen hängen ebenfalls mit herum.
Es blinkt und strahlt so gewaltig, dass ich in dieser heiligen Zeit zumindest keine umständliche Wegbeschreibung zu unserem Haus verfassen muss.
Wir wohnen direkt neben dem ultimativen Weihnachtshaus.
Ganz leicht zu finden.
Und bekommen dadurch auch etwas vom weihnachtlichen Glanze ab.
Umsonst.
Danke.


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