Freitag, 4. Dezember 2009
Ein Leben ohne Handy
Also
Neulich, da hab ich mein Handyaufladekabel irgendwo vergessen.
Das wars dann.
Abgeschnitten von der Restmenschheit.
Eigentlich habe ich ein phänomenales Zahlengedächtnis.
Ich kenne fast alle Geburtstage von meinen Kindern, Verwandten, Freunden,
Bekannten und bedeutenden Persönlichkeiten auswendig.
Mit Namen wirds da schon schwerer...
Ja und die Telefonnummern von mir nahestehenden Menschen aus den letzten 30 Jahren, die sind ebenfalls fest in meine rechte Gehirnhälfte eingebrannt. Die Hausanschlüsse versteht sich.
Aber die Mobilnummern?
Einmal in dieses kleine Ding eingespeichert, sind sie weg aus meinem Kopf.
Katastrophal.
Wie kann man sich nur von so einem kleinen Ding abhängig machen?
Dabei telefoniere ich in der Öffentlichkeit höchst ungern damit.
Mehr als peinvoll empfinde ich es die intimsten Dinge anderer mitanhören zu müssen.
Es interessiert mich ehrlich nicht die Bohne, ob die Milch bei Aldi heute 2 Cent billiger ist, und es darum nötig ist die halbe Verwandtschaft schnellstens anzukarren.
Auch muss ich nicht wissen, wie krass abgefahren das Date mit dem Typen aus der 9. Klasse war.
Und dass Mauseschwänzchen in einer Minute daheim sein wird. halte ich auch für ein etwas übersteigertes Mitteilungsbedürfnis.
Ja, gut, ich schreibe gerne SMS.
Und das erspart mir auch viel Blabla drumrum.
Und als Rauschiff Enterprise Fan liebe ich die Vorstellung, ich könnte(wenn ich mein schickes Handy aufklappe) - statt zu telefonieren - Scotti bitten, mich hochzubeamen.
Irgendwo hin, wo die Stille wohnt.
An einen Ort, wo tragbare Telefonhörer auch ohne Aufladekabel funktionieren.
Muss jetzt mal weitersuchen...
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